Mineralische Wandfarben

Die Diffusionskönner

Hauptkriterium für die Einordnung in die Kategorie "Mineralische Wandfarbe" ist das Bindemittel. Es ist der Hauptgrund, warum eine Farbe als mineralisch bezeichnet wird. Zum Teil werden Anstriche im Handel auch dann als mineralische Farben geführt, wenn sie aus überwiegend mineralischen Bestandteilen bestehen. Generell spielt die Komponente, die die Farbgebung bestimmt, keine Rolle.

Mineralische Farben in der Unterscheidung

Es existieren zweierlei relevante Arten dieser mineralischen Bindemittel. Auf der einen Seite Kalk und auf der anderen Seite Silikat.

Kalkfarbe besteht aus gelöschtem Kalk, dem sogenannten Sumpfkalk. Sie ist eine der ältesten Farben der Welt.
Ihre diffusionsoffene Art eignet sich besonders gut für Feuchträume. Dazu ist sie sehr wischbeständig. 
Diese Art der mineralischen Farbe wird oftmals im Denkmalschutz, Lehmbau oder als Antischimmelanstrich verwendet.
Da die Farbe alkalisch ist, sollten bei der Benutzung Handschuhe und Schutzbrillen getragen werden. Die Kalkfarbe kann sowohl außen als auch innen verwendet werden, ist jedoch nicht exorbitant witterungsbeständig.
Wichtig hierbei: Diese mineralische Wandfarbe bindet sich sehr schnell an Oberflächen.
Stark pigmentierte Farben müssen Sie ständig umrühren, um die Pigmente gut zu verteilen.
Am Besten tragen Sie die mineralische Wandfarbe mit einer leichten Bürste auf, die über dichte Borsten verfügt. 
Wichtig ist ebenfalls die Oberfläche ständig nass zu halten. So können Sie ungewollte Absätze vermeiden.

Mineralische Wandfarben

Silikat gilt als stärker witterungsbeständig. Diese mineralische Wandfarbe können Sie daher bevorzugt an Fassaden verwenden. Silikat besitzt ebenso eine hohe diffusionsoffene Art. Es gilt die Faustregel, dass sie so wasserfest ist, wie ihr Untergrund. Sie hält den Wasserdampf nicht auf. Aufgrund dessen werden Bauschäden verhindert, da auch von Innen Feuchtigkeit auf diesem Weg nach außen dringen kann. Beliebt ist Silikat auch wegen der Langlebigkeit. Ein Grund dafür ist die sogenannte "Verkieselung". Das heißt, dass das Silikat sich mit dem Untergrund verbindet. Es legt sich nicht wie andere Farben einfach als Schicht auf den Untergrund. Bei dem Vorgang der Verkieselung wird Kohlendioxyd aus der Luft genommen.

Das Bindemittel von Silikat ist Kaliwasserglas. Daher wird die Farbe zum Teil als "Wasserglasfarbe" bezeichnet. Silikatfarbe ist wie Kalkfarbe wirksam gegen Schimmelpilz- und Algenbefall. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass sie sich kaum statisch auflädt und daher nahezu kein Staub an ihrer Oberfläche haftet. So wird sie kaum verschmutzen.

Diese mineralische Wandfarbe ist allerdings hochgradig ätzend aufgrund des hohen pH-Wertes. Bedingt hierdurch sollten Sie nie ohne Schutzkleidung mit dieser mineralischen Wandfarbe arbeiten!

Mineralische Farben gegen organische Farben

Im flüssigen Zustand stellen die mineralischen Farben hochätzende Laugen dar. Nach dem Aushärten jedoch bilden diese eine ökologisch verträgliche, nachhaltige, gesundheitlich unbedenkliche und ebenso Allergiker-freundliche Oberfläche.

Sie sehen, bei der Verarbeitung bedarf es großer Vorsicht. Sofern Sie jedoch sorgfältig mit diesen Farben umgehen, werden Sie auch in den Genuss der Vorteile kommen.

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Die Antwort lautet: Mineralische Farben.

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